Moto Guzzi V10 Cafe Racer

Irgendwann muss man sich eingestehen, dass man nicht mehr kleiner und schmaler wird und somit Motorräder wie die MZ Skorpion doch etwas zu klein sind. Außerdem war da ja noch die Sache mit dem Bastelvirus, Hobby und so weiter. Also musste ein neues Projekt her, welches auch von der Größe besser zu meiner Statur passt. Eine Harley wird kategorisch ausgeschlossen. Vielleicht wenn ich mal alt bzw. noch älter bin. BMW hatte ich schon. Vielleicht Guzzi? Ja, das hat Stil und Charakter. Und weil es von den normalen Zweiventil-Guzzis schon jede Menge gibt habe ich mich für eine Centauro entschieden. Das ist quasi die wunderschöne Prinzessin als hässliches Entlein verkleidet. Das reizt den Umbauer umso mehr.

Moto Guzzi Cafe Racer

Das ist sie nun. Nach fast einem Jahr Umbauzeit steht sie da und wartet darauf losgelassen zu werden, den Staub der Straße zu fressen und dem Fahrer ins Kreuz zu treten und das kann sie, oh ja.

Moto Guzzi Caferacer

Wenn sie so da steht, hat sie gar nichts mehr von der Centauro, die ich vor einem Jahr gekauft habe. Jetzt gefällt sie mir viel besser, sportlicher und dynamischer.

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Der originale Tank hätte es fast ins neue Leben geschafft, wäre er nicht aus Kunststoff und nach notwendigen Änderungen vielleicht nie wieder dicht. Jetzt hat sie den Tank einer 1984er Lemans 4. Dieser ist die bessere Wahl, weil er einfach wunderschön ist. Es war zwar einiges dran zu ändern damit er ordentlich sitzt, aber es hat sich gelohnt. Außerdem benötigte er einen Anschluss mehr als die zwei, die er schon mitbrachte. Dank meines Sandkastenfreundes Johnny hatte ich keinerlei Bedenken ordentlich die Flex anzusetzen. Johnny hat es dank seiner Schweißkünste wieder gerichtet. Der originale Heckrahmen ist auch Geschichte. Der von der Moto Guzzi V11 Sport passt dank Guzzi-Baukasten perfekt und sieht zudem noch richtig gut aus. Die Grundplatte der Sitzbank ist neu laminiert, mit Verbundschaum in Form gebracht und vom Sattler veredelt. Die Farbstreifen, die sich über die ganze Maschine ziehen, lassen keinen Zweifel an ihrer Herkunft, Bella Italia!

Moto Guzzi Caferacer

Dass es Stummellenker werden mussten, stand außer Frage. LSL hat da sehr schöne Sachen im Angebot. Auch die Spiegel von Highsider machen eine gute Figur. Die Gabelbrücke ist schwarz eloxiert worden. Der Kupplungs- und der Bremshebel mussten eine Politur über sich ergehen lassen.

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Die Sitzbank ist im Cafe Racer Look gehalten, was sonst. Der „Bürzel“ ist auch aus Leder. Somit kann man wenn auch mehr oder weniger gut zu zweit fahren. Für den vorderen Teil wurde schwarzes Alcantara verwendet und teilweise abgesteppt.

Moto Guzzi Caferacer

Moto Guzzi Caferacer

Für den motoscope mini von Motogadget wurde ein Gehäuse mit sechs integrierten Kontrollleuchten entwickelt, gefräst und rot eloxiert. Eine lasergeschnittene Abdeckung gibt die Form und Aufgabe der jeweiligen Leuchte vor.

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Der, wie ich finde, sehr schöne Tankverschluss hat einen Schriftzug erhalten. Schließlich soll jeder wissen, dass es eine „Moto Guzzi V10“ ist und das „MD“ diese im Jahre 2022 umgebaut hat.

Moto Guzzi Caferacer

Wenn alles neu lackiert, beschichtet oder poliert ist es immer wieder ein Fest für das Auge.

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Moto Guzzi Caferacer

Moto Guzzi Caferacer

Da fliegt er, der Moto Guzzi Adler. Zwar etwas stilisiert, aber ein Moto Guzzi Adler.

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Der originale Scheinwerfer ist sehr schön und darf natürlich bleiben. Der vordere Kotflügel übrigens auch. Die originalen Fußrasten sind ein Graus und gehören entsorgt. Schuld daran ist unter anderem auch ihre Position. Für mich zu weit vorn und zu weit oben. Ich habe mich für Tarozzi Fußrasten entschieden, welche sehr schön und universell sind. Ich habe damit gute Erfahrungen aus anderen Projekten. Ein TÜV-Gutachten gibt es hierfür auch. Als Halterungen für die hinteren Fußrasten und die Auspuffanlagen sind die von der V11 Sport verwendet worden. Mit leicht geänderten Aufnahmen am Heckrahmen ist das stimmig.

Moto Guzzi Caferacer

Die Elektronik und der Kabelbaum sind an die neuen Gegebenheiten angepasst und verrichten ihren Dienst unscheinbar unter der Sitzbank und dem Tank, genau wie die Zündspulen.

Der hässliche Luftfilterkasten durfte nicht am Motorrad bleiben. Dafür gibt es jetzt zwei formschöne ovale K&N Filter. Die Abstimmung auf die geänderten Gemischverhältnisse läuft noch. Das ist eine Geschichte, welche einen eigenen Beitrag verdient und demnächst auch bekommen wird.

Der Weg zum fertigen Motorrad war recht lang und es wurde viel mehr geändert oder angepasst als es hier geschrieben steht. Letztendlich muss ich sagen, dass ich sehr zufrieden bin und das ist alles was zählt. Trotzdem, über staunende Augen und Worte des Lobes freut man sich natürlich, denn ein bisschen Bestätigung brauch jeder im Leben.

Viele Grüße,

Mario

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